Herwig
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Industrie- und Handelskammer für München und
Oberbayern |
Wer
ein Handelsunternehmen oder einen Industriebetrieb leitet, ist automatisch
Mitglied der IHK. Nicht jeder freut sich darüber - oft einfach deshalb, weil das
mit Gebühren verbunden ist. Doch ist die IHK vom Staat mit zahlreichen
hoheitlichen Aufgaben betreut: Sie nimmt Prüfungen ab, berät das Registergericht
bei Firmen-Anmeldungen und bietet den Mitgliedern zahlreiche, oft kostenlose
Dienstleistungen. Ein paar Beispiele, zu denen Sie auf der Webseite der
IHK für München und
Oberbayern viele Details finden:
- Begleitung der Ausbildung in Betrieb und Berufsschule, Durchführung von
Prüfungen
- Schlichtung von Streitigkeiten z. B. zwischen Auszubildenden und
Arbeitgebern
- Fachkunde-Prüfungen z.B. für Taxi- und Mietwagen, Spediteure,
Krankentransporte
- Rechtliche Information und Beratung, z.B. GmbH, AG,
Sonderverkaufs-Regelungen u.v.a.
- Information über staatliche Förderprogramme im Bereich Forschung und
Technologie
- Preiswerte Teilnahme an bayerischen Gemeinschaftsständen auf
internationalen Messen
- Steuerliche Informationen z.B. über Umsatzsteuer-Regelungen in Deutschland
und Europa
- Kostenlose Informationsangebote zum Thema Qualitäts-Management/ISO-9000
- Interessens-Vertretung gegenüber einer nicht selten wirtschaftsfeindlichen
Politik
Die Pflichtmitgliedschaft in der IHK ist immer wieder ein Diskussionspunkt,
gerade bei kleineren Firmen. Doch was wäre die Alternative, um die Interessen
der Wirtschaft bei Behörden und der Politik zu vertreten? Ein Wirtschaftsverband
mit freiwilliger Mitgliedschaft und typischerweise weit höheren Beträgen würde
dazu führen, dass nur noch große Firmen, Konzerne und Banken darin organisiert
sind, und mittelständische Betriebe hätten kein Sprachrohr mehr.
Seit 2001 gehöre ich dem Gremium der Industrie- und Handelskammer Dachau und
Fürstenfeldbruck an. Ich freue mich, die Interessen der IHK-Mitglieder vertreten
zu dürfen. Im Rahmen dieser Tätigkeit engagiere ich mich zur Zeit zusammen mit
anderen Interessenvertretern für vernünftige Regelungen beispielsweise bei
folgenden aktuellen Themen:
- GEZ-Gebühren für PC: Die im Rundfunkgebühren-Staatsvertrag
beschlossene Fernseh-Gebühr für Rechner mit
Internet-Anschluss in Firmen seit 1.1.2007 ist geradezu absurd. Wer sieht denn
während der Arbeitszeit schon via Internet fern? Der typische Verwendungszweck
eines PC im Betrieb ist nun mal nicht der Fernsehempfang.
- Telekommunikations-Überwachung: Selbst kleine Internet-Provider mit
gerade mal 1000 Mail-Konten sind
gezwungen, zehntausende Euro zu investieren, damit Sicherheitsbehörden
Zugriff auf Verbindungsdaten haben. Andererseits wird die Überwachung erfreulicherweise sehr
selten
genutzt - ein eklatantes Missverhältnis von Kosten und fragwürdigem Nutzen.
- Bundes-Trojaner: Die deutsche IT-Wirtschaft lehnt die Einschleusung
von Trojaner-Software auf PCs durch Bundesbehörden strikt ab; dies würde das Vertrauen der Anwender
in die Sicherheit und Vertraulichkeit ihrer Daten Daten dauerhaft untergraben.
- Schulbildung: Da half auch die Rechtschreibreform nichts - nach den
Maßstäben der 60er Jahre wären heute drei Viertel aller Schüler Legastheniker,
ergab eine Studie der Universität Würzburg und des Max-Planck-Instituts im Juli
2006. Welche Chancen hat eine Stellenbewerbung, wenn in ihr "das" und "dass"
verwechselt werden? Die Schule muss wieder mehr Wert auf das legen, was man im
Leben wirklich braucht.
- EU-Umsatzsteuer-Regelung: Bürokraten haben sich ausgedacht, bei
Lieferungen ins EU-Ausland an Privatpersonen die Mehrwertsteuer zu berechnen,
an Firmen mit EU-ID aber nicht. Oft führen ID-Tippfehler zu wochenlanger
Korrespondenz mit dem Bundesamt für Finanzen und dem Kunden, selbst bei
Beträgen von nur 20 EUR.
- Mobilfunk: Zahlreiche Kommunen und sogar Gerichte kapitulieren vor
lautstarken Grüppchen, die an eine
vermeintliche Gesundheitsgefährdung durch
Mobilfunk glauben, und
verwehren deshalb den Netzbetreibern geeignete Standorte, an denen auch mit
geringer Sendeleistung eine ausreichende Versorgung möglich wäre. Eine
Orientierung an beweisbaren Tatsachen wäre wünschenswert.
Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um
die IHK oder zu den hier genannten Themen?
Dann schreiben Sie mir doch einfach eine Mail! |
Dipl.-Ing. (FH) Herwig Feichtinger
IHK-Gremium Dachau-Fürstenfeldbruck
Handelsrichter am Landgericht München II |