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2010Die Deutsche Post ermahnt ihre Kunden in den neuen AGB, die Briefkästen täglich zu leeren, auch während des Urlaubs. Sie öffnet alle Briefumschläge vor der Zustellung, um eine Kopie des Inhalts für einen nicht näher definierten Zeitraum aufzubewahren, damit Polizeibeamte - auch ohne richterliche Erlaubnis - bei irgend einem Anfangsverdacht gegen Absender oder Empfänger die Briefe lesen können.
Phantansie? Keineswegs. Genau diese Regeln gelten für den neuen E-Postbrief-Service, bei dem gleichzeitig die feuchten Träume der Post Wirklichkeit werden, das normale Briefporto von 0,55 Euro auch für E-Mails verlangen zu können. Viele Bundesbürger haben sich schon angemeldet und damit diese Bedingungen anerkannt - Sie auch?
Kürzlich kam heraus, dass nicht nur Google mit seinen Streetview-Fahrzeugen die MAC-Adressen und SSID-Namen von WLAN-Basisstationen sammelte und mit GPS-Koordinaten verknüpfte, sondern auch Apple dieses völlig ungeniert und seit Jahren tut. Während jeder echte iPhone-Fanboy den schwammigen Geschäftsbedingungen bedenkenlos zustimmen wird, finden die Betreiber von WLAN-Basisstationen dies vermutlich weniger lustig, haben aber keinerlei Handhabe, etwas dagegen zu tun: Jeder iPhone-Benutzer, der "vergessen" hat, WLAN und Ortungsdienste abzuschalten, überträgt die WLAN-Daten nebst Koordinaten automatisch en passant an Apple. Man darf gespannt sein, ob die Datenschutz-Beauftragten von Bund und Ländern ihrem Auftrag gerecht werden.
Wie der US-Sender CNN berichtet, könnte es noch 30 Jahre dauern, bis das leckgeschlagene Ölfeld im Golf von Mexiko leergelaufen ist - mit unabsehbaren Folgen für den Atlantik. Nach Untersuchungen, die russische Wissenschaftler per U-Boot durchgeführt haben, ist der Meeresboden in einem mehrere Quadratkilometer großen Bereich porös, das Schließen einzelner Lecks würde deshalb kaum helfen. Zwischen 1966 und 1981 hatte die damalige Sowjetunion mehrmals versucht, Lecks in Öl- und Gasquellen mit Hilfe von Nuklear-Sprengungen zu schließen - mit wechselndem Erfolg. Jetzt denkt man über ein ähnliches Vorgehen vor der Küste von Lousiana nach.
Vor dem Meeting noch schnell einen Cappuccino im Cafe nebenan? Keine Chance, denn das Cafe ist eine "getränke-geprägte" Gaststätte, dort darf uneingeschränkt geraucht werden, und nach dem Cappuccino würde die ganze Kleidung nicht etwa nach Kaffee riechen, sondern nach Zigaretten-Qualm. Damit ist in Bayern jetzt aber Schluss: Die CSU, die ursprünglich ein konsequentes Anti-Qualm-Gesetz geschnitzt hatte, die aber nach einer nicht ganz optimalen Landtags-Wahl der Mut verlassen hatte, wird jetzt per Volksbegehren zur Vernunft gezwungen. Für andere Bundesländer zum Nachmachen empfohlen!
14.06.10
Wo geht die Sonne auf?Die Universität Marburg befragte Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren aus sechs Bundesländern für den Jugendreport 2010 nach elementarem Grundwissen über die Natur. Nur 59 % wussten, dass die Sonne im Osten aufgeht, der Rest verteilte sich ziemlich gleichmäßig nach Norden, Süden und Westen. Ganze 20 % der Kinder wussten, dass Kühe keine H-Milch geben. Einfach trostlos.
Gestern haben die Ministerpräsidenten in Berlin ab 2013 eine so genannte
Haushaltsgebühr als Ersatz für die bisherige gerätebezogene Rundfunkgebühr
beschlossen. Dies war offensichtlich die Konsequenz aus den zahlreichen
Verwaltungsgerichts-Urteilen gegen das Umdefinieren von
PCs zu Rundfunkempfängern. Aber was ist wirklich neu?
1. Jetzt zahlt jeder Haushalt, egal ob Radio-/TV-Geräte vorhanden sind
oder nicht.
2. Es gibt keine ermäßigte Radiogebühr mehr, nur die volle Radio- und
TV-Gebühr.
3. Auch jeder Betrieb zahlt, egal ob Geräte vorhanden sind; bis 4
Mitarbeiter gilt 1/3 der Gebühr.
Was sich dagegen nicht ändert: Aufgrund der Zweitgerätebefreiung zahlte schon bisher jeder Haushalt nur eine Gebühr. Die so genannte Reform ist also nichts weiter als ein Rundumschlag zur Sicherung des Einkommens für einen aufgeblasenen öffentlich-rechtlichen Apparat, der uns statt einer Grundversorgung durch ARD und ZDF auch noch mit 3sat, Arte, BR-Nord, BR-Süd, BR-Alpha, Eins Extra, Eins Plus, Eins Festival, HR, KiKa, MDR, NDR, Phoenix, RBB, SWR, WDR, ZDF Infokanal, ZDF Theaterkanal, ZDFneo und so weiter berieselt. Aber daran hat sich Paul Kirchhof mit seinem von den Anstalten selbst in Auftrag gegebenen Gefälligkeits-Gutachten natürlich nicht herangewagt.
08.06.10
Apps statt mobiler WebseitenWenn ich ein Wort nicht mehr hören kann, ist es "App". Es ist die Kapitulation von Internet-Inhaltsanbietern vor dem Problem, standardkonforme Webseiten für unterschiedliche mobile Endgeräte mit relativ kleinen Displays bereitzustellen. Statt dessen dürfen sich iPhone- und Android-Benutzer für alles und jedes - von den Tagesnachrichten bis zum Fernsehprogramm - von jedem Anbieter getrennt eine "App" installieren. Apps sind proprietäre Programme für bestimmte Endgeräte, das genaue Gegenteil von Web-Standards, und sie passen perfekt zum Bestreben von Anbietern wie Apple, hundertprozentig zu kontrollieren, was der Anwender mit seinem Gerät tun darf und was nicht.
"Die Kritik geht so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen." Bundespräsident Köhler trat mit sofortiger Wirkung zurück, nachdem einige Politiker und Medien seine Äußerungen zu Bundeswehr-Einsätzen und dem Freihalten von Handelswegen irreführenderweise mit Afghanistan statt mit somalischen Piraten in Zusammenhang gebracht hatten. Weder die bewusste Fehlinterpretation noch der Rücktritt wären nötig gewesen.
"Wir können Steuererhöhungen nur vermeiden, wenn wir die staatlichen Ausgaben entsprechend den Vorgaben der Schuldenbremse senken", sagte der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) noch vor wenigen Tagen. Und: "Die Dimension des Problems ist viel größer, als viele selbst in meiner Partei wahrhaben wollen. Wir leben in dramatischer Weise über unsere Verhältnisse. Das meiste Geld sparen Sie dadurch, dass Sie überall etwas sparen." Damit waren wohl auch die Themen Kinderbetreuung und Bildung gemeint. Koch befand sich dabei im öffentlichen Disput mit Kanzlerin Angela Merkel, die stets einschränkte, Sparen ja, aber nicht generell und überall. Angesichts des Schuldenstandes der Bundesrepublik Deutschland fragt man sich, ob Koch nicht doch recht haben könnte. Nun tritt er aus, wie es heißt, persönlichen Gründen von allen Ämtern zurück. (25.05.10)
Von den Protagonisten einer schnellstmöglichen Einführung des Internet-Protokolls IPv6 wird gern angeführt, dass beim bisherigen IPv4 ein akuter Mangel an Adressen herrscht. Deshalb müsse man bei der IPv6-Einführung leider auch hinnehmen, dass es für eine sanfte Migration bisher keine Lösung gibt.
Die
Panikmache ist allerdings unangebracht; man möchte gar von Zweck-Pessimismus
sprechen, da sich einige Hersteller mit neuen IPv6-Routern, Software-Upgrades
oder Hosting-Angeboten eine goldene Nase verdienen könnten. Von den 256 IPv4-Bereichen
der Größe /8 mit jeweils 16 Millionen Adressen sind im Mai 2010 immerhin 18
nicht alloziert (unallocated), 16 freigehalten (future use) und weitere 16 für
Multicast-Anwendungen reserviert, die eigentlich nur UDP und kein TCP brauchen,
das macht zusammen rund 20 % des IPv4-Gesamtraumes. Weitere 92
"Legacy"-Bereiche (36 %) wurden in der Internet-Anfangszeit Firmen, Behörden
und Organisationen vorwiegend in den USA zugesprochen, die heute nur einen
kleinen Teil davon tatsächlich nutzen und jetzt natürlich keine Lust haben,
freiwillig etwas von ihrem Stück Kuchen abzugeben: Eine faire Gebühr für solch
große IP-Bereiche würde vermutlich helfen.
Insgesamt dürfte also etwa die Hälfte des öffentlichen IPv4-Adressraumes ungenutzt sein, das entspricht etwa 2 Milliarden Adressen. Bei einem verantwortungsvollen Umgang würde man damit noch etliche Jahre auskommen: Nicht jedes Mobiltelefon mit Billigst-Vertrag benötigt unbedingt eine öffentliche IP-Adresse, ein NAT-Routing würde meist reichen. Und in einigen Jahren gibt es vielleicht ein IPv7, das einen schmerzfreien Übergang von IPv4 ermöglicht.
Mit Hilfe eines PC, der mit der Cactus-PBX-Software in eine ISDN-Telefonanlage eingebunden ist, verwende ich meist VoIP für Auslandsgespräche, da dies wesentlich günstiger ist. Jetzt hat sich allerdings wieder gezeigt, dass ein vollständiger Wechsel zu VoIP/SIP nicht zu empfehlen ist. Beim Provider dus.net, der Verbindungswünsche bei voip.dus.net nach dem Karussel-Prinzip an vier Server verteilt, ging einer der Server (zelos.dus.net) mehrere Tage lang nicht - mit dem Erfolg, dass es mal klappte und mal nicht. Klar kann man dann mit einiger Forschungsarbeit einen der restlichen funktionierenden Server (z.B. helios.dus.net) fest einstellen, aber das ist wohl kaum einem Normalverbraucher zuzumuten. Seien Sie vorsichtig bei scheinbar günstigen Flatrate-Angeboten fürs Telefonieren, die in Wirklichkeit auf VoIP basieren. Wenn man das Telefon mal in einem Notfall braucht, sollte es auch wirklich funktionieren.
Hans
Eichel (SPD), der deutscher Finanzminister war, als Griechenland den Euro
einführen durfte, sinniert heute, dass es wohl ein Fehler war, das Land in die
Euro-Zone aufzunehmen. Was viele bei der Einführung des Euro auch in
Deutschland befürchtet haben, tritt heute ein. Griechenland ist nur der Anfang,
Portugal steht nicht viel besser da, und bei Licht betrachtet erfüllen
zahlreiche andere Länder die Stabilitäts-Kriterien längst nicht mehr,
Deutschland inklusive. Der Euro hat viele Vorteile - aber auch den Haken, dass
man Länder nachträglich nicht mehr ausschließen kann, wenn sie sich selbst und
andere in den Abgrund stürzen.
Es passiert mir immer wieder, dass ich über Webseiten stolpere, die unter
"Aktuelles" oder "Termine" Dinge nennen, die weit in der Vergangenheit liegen.
Wenn man dann javascript:alert(document.lastModified) in die
URL-Zeile des Browsers eintippt, sieht man schnell, wann die Seite zuletzt
bearbeitet wurde - oft ist das Jahre her. Bei Vereinen oder gar Firmen ist das
ein Armutszeugnis. Die Krönung ist oft die Nennung eines Termins wie
"Versammlung am Sonntag, den 20. April" ohne Angabe des Jahres. Wer keine Zeit
hat, sich um seine Webseiten zu kümmern, sollte sich vielleicht fragen, wofür
er sie überhaupt braucht.
Nachdem sich im letzten Jahr die Koalition aus FDP, CDU und CSU durchgerungen hatte, Kinderporno-Seiten im Internet an der Quelle löschen zu lassen statt eine Zensur-Infrastruktur bei den Providern zu installieren, soll jetzt die Zensur auf dem Umweg über die EU-Kommission doch kommen. Einige Innenpolitiker der CDU, die den FDP-Vorstoß nur widerwillig akzeptierten (und vorher gemeinsam mit der SPD die Zensur bereits beschlossen hatten), lachen sich jetzt ins Fäustchen. Dass eine Zensur wirklich funktioniert, sieht man am Beispiel China: Dort gab man sich nicht mit leicht umgehbaren DNS-Filtern zufrieden, sondern blockiert inhaltsbasiert. Wer weiß, was bei uns alles gesperrt werden wird - Begehrlichkeiten gibt es jede Menge.
Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich 12 m² Solarkollektoren für Warmwasser-Bereitung und Heizungs-Unterstützung aufs Dach montiert. Der Heizöl-Verbrauch ist seitdem gegenüber früheren Jahren um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Ein kleiner Teil der Einsparung ist sicher auch auf den Einbau von neuen Wärmeschutz-Gläsern in den größeren Fensterflächen zurückzuführen, aber insgesamt wurden die Erwartungen trotz des diesmal sehr schneereichen und trüben Winters übererfüllt.
07.03.10
Airbrush-Schminke für HD-TVBeim HD-Fernsehen ist die höhere Auflösung nicht immer wirklich erwünscht. Mit ein paar kleinen Falten im Gesicht sieht man schnell älter aus, als man will und es bei Normalauflösung jemals war. Einfaches Pudern reicht nicht mehr: Airbrush-Schminke und eine software-gesteuerte automatische Unschärfe für Haut-Farbtöne schaffen Abhilfe. Man fragt sich, ob man nicht auch bei persönlichen Begegnungen mit Personen, die man als attraktiv in Erinnerung behalten möchte, eine Brille mit absichtlich falschen Dioptrien aufsetzen sollte. Und ob HD-TV mit solchen künstlichen Unschärfen überhaupt viel Sinn macht.
Wohl auf Druck des erst im Januar als Nachfolger von Jon von Tetzchner inthronisierten neuen Vorstandsvorsitzenden Lars Boilesen hat Opera eilig Version 10.50 des Browsers bereitgestellt, bevor sie auch nur halbwegs ausgereift war. Wochenlang hatten Beta-Tester im Opera-Blog zuvor zahlreiche Fehler und Probleme gemeldet, aber nur ein Teil davon ist in der finalen Version bereinigt. Beispielsweise ist es im Gegensatz zur Vorgängerversion nicht mehr möglich, einen eigenen Editor-Button zu definieren, weil die dafür nötige Variable %s nur eine leere Zeichenfolge statt des Dateinamens liefert, das Herunter-Scrollen in der Druckvorschau funktioniert nicht korrekt, und im Mail-Client klappt das Senden von Dateianhängen nicht. Man kann nur vermuten, dass die am 1. März eingeführte Auswahlmöglichkeit bei Windows, einen alternativen Browser statt dem (oder genauer: zusätzlich zum) Microsoft Internet Explorer zu installieren, den Opera-Vorstand veranlasste, keine Zeit mit Bugfixes zu verlieren. Kritische Kommentare dazu im Opera-Blog wurden umgehend gelöscht.
Das seit 2008 geltende Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verstößt laut dem Bundesverfassungsgericht gegen Artikel 10 Absatz 1 des Grundgesetzes und ist somit nichtig. Bereits erhobene Daten seien unverzüglich zu löschen. Mit rund 35000 Mitklägern darf ich mich über diesen Erfolg gegen das angeblich der Terror-Bekämpfung dienende Gesetz freuen. Im Innenministerium ist man allerdings bereits fieberhaft auf der Suche nach Interpretations-Spielräumen im Urteil.
Was schon lange vermutet worden war, spricht der scheidende ZDF-Chefredakteur Brender nun aus: Der Politik werden von ARD- und ZDF-Mitarbeitern regelmäßig Sender-Interna zugetragen. Brender spricht sogar von einem Spitzel-System wie in der früheren DDR. Parteipolitische Methodik versuche den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu durchdringen. Da braucht man sich natürlich nicht zu wundern, wenn die Politik dankbar Gebühren für PCs beschließt, gegen die der Einzelne dann nur vor den Verwaltungsgerichten vorgehen kann.
14.02.10
Kein Datendiebstahl?Eine überraschende Interpretation der Vorgänge um den Kauf von CDs mit entwendeten Bankdaten aus der Schweiz durch deutsche Behörden lieferte die bayerische Justizministerin Beate Merk. In einem Beitrag des Münchner Merkur äußert sie sich zum Vorwurf der Anstiftung zur Hehlerei: "Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen. Und wo es keine gestohlene Ware gibt, da gibt es auch keine Hehlerei." Und weiter: "Die deutschen Steuerbehörden haben ja gerade keine Belohnung dafür versprochen, dass sich der Informant diese Bankdaten rechtswidrig beschafft; die hatte er ja schon, als er erstmals auf die Behörden zukam." Ist aber nicht genau das typisch für Diebe, die die Ware erst klauen und erst dann einem Hehler anbieten? Und ist Datendiebstahl wirklich nur ein ungerechtfertigtes Kunstwort?
US-Präsident Obama wird zum Desillusionisten. Guantanamo? Bleibt im Betrieb. Bemannte Weltraum-Missionen? Zu teuer: Die noch geplanten Shuttle-Missionen werden radikal zusammengestrichen. Die noch unter George W. Bush geplanten neuen Mond-Missionen und gar Flüge zum Mars werden gestrichen, inklusive der dazugehörigen Ares-Raketen. Das Geld wird für andere Zwecke gebraucht, beispielsweise für die - ja, auch unter Obama unverminderten und sehr teuren - Aktivitäten im Mittleren Osten. Die Belieferung der International Space Station (ISS) werden russische Sojus-Raumschiffe übernehmen. Und zum Mond fliegen als nächstes wohl die Chinesen.
Es geht längst nicht mehr darum, ob man einen PC tatsächlich für eine bestimmte Aufgabenstellung benutzt oder nicht - dafür bezahlen muss man so oder so. Das ist bei Rundfunkgebühren längst so und gilt ab sofort auch für andere Anwendungen: Die Zentralstelle für private Überspielrechte (ZpÜ) und der Bundesverband der Computerhersteller, dem u. a. Acer, Fujitsu, HP, IBM, Medion, Samsung und Sony angehören, haben sich auf die Zahlung von Urheberrechtsabgaben auf neu verkaufte PCs geeinigt. Danach werden vom 1.1.2008 bis zum 31.12.2010 jeweils 13,65 ¤ pro PC mit eingebautem CD-/DVD-Brenner und 12,15 ¤ pro PC ohne eingebauten Brenner an die ZPÜ abgeführt. Für die Jahre 2002 und 2003 sind zusätzlich zu der bereits entrichteten Brenner-Abgabe in Höhe von 9,21 ¤ pro Computer 3,15 ¤ fällig und für 2004 bis 2007 jeweils 6,30 ¤ (zzgl. Umsatzsteuer). Wer allerdings glaubt, damit wäre der Download irgendwelcher MP3- oder Video-Dateien von Filesharing-Diensten nun endlich legal, irrt leider: Eine Gegenleistung für die Abgabe gibt es nicht. Das richtige Wort wäre deshalb wohl eher Abzocke.
10.01.09
BildergalerieEs gibt auf dieser Website jetzt auch eine kleine Bildergalerie mit Fotos rund um Haus und Garten. Dass es sich an einem (meist friedlichen und wenig Wasser führenden) Fluss wie der Glonn, die hier in etwa 25 m Abstand vom Haus vorbeifließt, bisweilen auch etwas gefährlich lebt, zeigt das Hochwasser-Bild vom März 2006.
Wenn man einen neuen Computer erworben hat (in meinem Fall ein EEE-PC von Asus), ist es immer wieder furchtbar, erst mal stundenlang damit beschäftigt zu sein, Software-Dreingaben zu deinstallieren, die man überhaupt nicht braucht. Die PC-Hersteller meinen wohl, ihren Kunden einen Gefallen zu tun, indem sie jede Menge Programme ungefragt beim ersten Hochfahren installieren. Dabei wäre es doch ganz einfach, dem Benutzer die Wahl zu lassen, indem er jedes von ihm gewünschte Programm vor der Installation ankreuzen kann.
Dass sich übrigens die Windows 7 Starter Edition (die auf den meisten aktuellen Netbooks vorinstalliert ist) die Zugangs-Kennworte für Netzlaufwerke nach dem Booten nicht merkt, ist man ja schon von Windows XP Home gewohnt. Dass man aber noch nicht mal mehr den Bildschirmhintergrund verändern kann, ist nichts als Schikane.